Bildungsgrad

Unterschiedliches Bildungsniveau der Beschäftigten in der Großregion

In der Großregion verfügten im Jahr 2019 über 80% der Beschäftigten im Alter von 25 bis 64 Jahren mindestens über einen Abschluss der Sekundarstufe II (ab ISCED 3), was auf internationaler Ebene als Mindestqualifikation für die sich fortentwickelnde Wissensgesellschaft angesehen wird. In dieser Abgrenzung liegt der Bildungsgrad der Bevölkerung im Kooperationsraum über dem europäischen Durchschnitt von 78,7%, wobei besonders die deutschen Teilregionen zu diesem Ergebnis beigetragen haben.

Der Anteil der Beschäftigten, der nur die Vollzeit-Schulpflicht erfüllt hat und keinen beruflichen Abschluss aufweisen kann (max. ISCED 2) lag in der Großregion 1,8 Prozentpunkte unter dem europäischen Durchschnittswert. Im interregionalen Vergleich fallen dabei die Wallonie, Luxemburg und Lothringen mit überdurchschnittlichen und die beiden deutschen Bundesländer mit unterdurchschnittlichen Anteilen formal Geringqualifizierter auf. Der Blick auf die jeweils nationalen Werte zeigt, dass in der Verteilung der verschiedenen ISCED-Stufen nicht zuletzt auch Unterschiede der einzelnen Bildungssysteme zum Ausdruck kommen. In den deutschen Regionen besitzt ein großer Teil der Beschäftigten ein ISCED-Ausbildungsniveau von ISCED-Niveau 3-4 (59,1% im Saarland, 56,1% in Rheinland-Pfalz), was mit der vorherrschenden Stellung der Berufsschulen in Deutschland zu erklären ist: Das ISCED-Ausbildungsniveau 0-2 ist deshalb weniger stark als in den anderen Regionen vertreten.

Beschäftigte nach höchstem erreichten Bildungsgrad 2019

Beschäftigung (am Wohnort) im Alter von 25 bis 64 Jahren nach höchstem erreichten Bildungsgrad 2019, Verteilung nach Ausbildungsniveau (ISCED) in %

Berechnungen: IBA·OIE | Quelle: Eurostat – LFS