Atypische Grenzgänger

Atypische Grenzgänger in der Großregion

Ein Phänomen, welches für die grenzüberschreitende Arbeitnehmermobilität immer stärker an Bedeutung gewinnt, sind die sogenannten ‚atypischen Grenzgänger‘. Als atypische Grenzgänger werden grenzüberschreitend mobile Arbeitskräfte bezeichnet, die ihren Wohnsitz aus einem Teilgebiet der Großregion in ein anderes verlagert haben, aber weiterhin in ihre ‚angestammte Region‘ an ihren Arbeitsplatz pendeln. Davon abgegrenzt werden die typischen Grenzgänger, die aus ihrer ‚angestammten‘ Region ins benachbarte Ausland pendeln. Diese Unterscheidung erweitert die Definition nach EU-Gemeinschaftsrecht hinsichtlich einer räumlichen Ausrichtung der Pendlerströme.

Bedeutungsgewinn der atypischen Pendlerbewegung

Die Betrachtung der atypischen Pendlerbewegungen auf Basis der aktuell verfügbaren – nach wie vor sehr lückenhaften – Daten[1] lässt erkennen, dass analog zum typischen Grenzgängerwesen Frankreich als Wohnland und Luxemburg sowie das Saarland als Arbeitsregionen eine besondere Rolle für die Mobilitätsdynamik spielen. Im Kerngebiet des Kooperationsraums hat sich das Phänomen des atypischen Grenzgängerwesens zahlenmäßig vor allem in den 1990er Jahren an der deutsch-französischen Grenze sowie in der vergangenen Dekade an der luxemburgischen Grenze ausgeweitet.

[1] Die Datenlage ermöglicht keine erschöpfende Aussage über die atypischen Grenzgänger in der Großregion. Die folgende von der IBA·OIE vorgenommene Zusammenstellung statistischer Daten und thematischer Informationen stützt sich auf verfügbare Angaben der zuständigen Ämter und wissenschaftliche Studienbefunde.

Atypische Grenzgänger in der Großregion 2019

* Statistische Geheimhaltung

Anzahl der atypischen Grenzgänger in der Großregion 2019

Zusammenstellung:  IBA·OIE | Quellen: IGSS / STATEC, BA