Grenzgänger nach Alter und Geschlecht

In den letzten Jahren deutliche Änderungen in der Altersstruktur der Grenzgänger

Die Altersstruktur der Grenzgänger zeigt deutlich, dass der Großteil der Grenzgänger (59%) zwischen 30 und 49 Jahren alt ist. Nur rund 17% sind unter 30 Jahren alt, der Anteil der unter 20-jährigen liegt bei 0,2%. Rund jeder Fünfte wird in den nächsten 15 Jahren das Renteneintrittsalter erreichen.

Die Betrachtung der letzten fünf Jahre zeigt eine sehr unterschiedliche Entwicklung der Altersgruppen unter den in Luxemburg beschäftigten Grenzgängern. Die Zahl der jüngeren und älteren Mitarbeiter steigt stark an, während die Zahl in den mittleren Alterskategorien deutlich weniger dynamisch wächst. Innerhalb von fünf Jahren ist die Anzahl der unter 20-Jährigen um 140 Personen gestiegen, das bedeutet jedoch einen Zuwachs von fast 54%.

In dem gleichen Zeitraum hat die Anzahl der Gruppen zwischen 20 und 39 Jahren um ca. 2.500 Personen zugenommen. Der größte Anstieg ist in der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen zu verzeichnen. Im Laufe des betrachteten Zeitraums wuchs diese Kategorie um 50% oder mehr als 14.150 Personen. Der höchste relative Anstieg ist bei den 60-Jährigen und Älteren zu bemerken (+68%), obwohl es sich um eine relativ kleine Zahl von Beschäftigten handelt (von 3.500 auf 5.880).

Die Betrachtung der Grenzgänger nach Alter, Geschlecht und Teilregion erlaubt es uns, drei Hauptbeobachtungen zu machen. Zunächst einmal sind Grenzgänger aus den deutschen Bundesländern älter als die aus Lothringen oder Wallonien, unabhängig von ihrem Geschlecht. So liegt der Anteil der unter 29-Jährigen (Männer und Frauen zusammengenommen) im Saarland und in Rheinland-Pfalz bei 13,9% bzw. 15,2%, gegenüber 19,9% in Lothringen und 20,1% in der Wallonie. Betrachtet man andererseits den Anteil der Frauen an dem Strom der Grenzgänger, so sind sie in allen Teilregionen etwas jünger als Männer. Insgesamt macht der Anteil der Frauen unter 29 Jahren 20,3% und der Männer 18,0% aus. Zweitens zeigt die Geschlechterverteilung der Grenzpendler, dass Männer systematisch die Mehrheit darstellen, insbesondere im Saarland, wo 68,1% der Grenzpendler Männer sind. Umgekehrt ist die Bilanz in Lothringen mit einem höheren Frauenanteil (37,1%) am ausgeglichensten. Wenn wir schließlich die Verteilung der Grenzarbeiterströme nach Teilregionen betrachten, gibt es kaum Unterschiede nach Geschlecht. Die Ströme betragen etwa 50% für Lothringen und 25% für Wallonien und die deutschen Bundesländer.

Altersstruktur der in Luxemburg beschäftigten Grenzgänger

Aufteilung der in Luxemburg beschäftigten Grenzgänger nach Alter (in %, zum 30.03.2019)

Berechnungen: IBA·OIE | Quelle: IGSS