Einpendler

Nach einem Wachstumsphase in 2018, stagnierende Einpendlerzahl in 2019

Am 30. Juni 2019 arbeiten 31.082 Grenzgänger in der Wallonie, davon kommt die Mehrheit aus Frankreich (96,3%), gefolgt von deutlich geringeren Anteilen aus Deutschland (2,3%) und Luxemburg (1,4%). Zwischen 1998 und 2001 verzeichnete der Einpendlerstrom jährliche Veränderungen von über 10%; zwischen 2002 und 2007 lag der Zuwachs bei durchschnittlich 6% pro Jahr, wobei die Veränderung gegenüber dem Vorjahr in 2008 mit +11,6% besonders hoch war. Im Folgejahr halbierte sich die Entwicklungsquote im Vorjahresvergleich (+5,3%, d.h. +1.470 Personen), was aber immer noch ein sehr gutes Ergebnis darstellt im Vergleich zu den anderen Einpendlerströmen, bei denen negative jährliche Veränderungen zu verzeichnen waren. Die Auswirkungen der Finanzkrise schlugen erst im Jahr 2010 durch, als der Strom der Grenzgänger um lediglich 398 Personen (+1,4%) wuchs. In den Jahren 2011 bis 2013 sind bei allen Einpendlern in die Wallonie nur sehr geringe jährliche Veränderungen (0,5% bis 0,6%) zu beobachten; 2014 und 2015 ging die Anzahl der Einpendler sogar leicht um -1,8% und -0,4% zurück, was einem Verlust von 661 Grenzgängern entspricht. Im Jahr 2016 stabilisierte sich der Strom (+0,0%) und stieg 2017 und 2018 langsam um 1,7%, (+501 Personen) bzw. +3,7% (+1.111 Personen). In 2019 ging die Wachstumsrate mit -0,3% (-99 Personen) leicht zurück.

Einpendler nach Herkunftsgebiet

Grenzüberschreitende Einpendler in die Wallonie nach Herkunftsgebieten 2000-2019 (jeweils zum 30.06.)*

* ohne Grenzgänger aus den Niederlanden (158 Personen zum 30.06.2019)

Berechnungen: IBA·OIE | Quelle: INAMI

Die Einpendler aus Frankreich arbeiten mehrheitlich in der Provinz Hainaut

Die aus Frankreich in die Wallonie einpendelnden Grenzgänger arbeiteten 2019 vor allem in den Arrondissements Ath (26,6%), Tournai (23,7%) und Arlon (20,3%). Zwischen 2011 und 2019 stieg die Anzahl der Einpendler mit Wohnort in Frankreich um circa 3,6%, was 1.048 Personen entspricht. Die größten absoluten Zuwächse verbuchten die Arrondissements Ath mit 2.133 neuen Grenzgängern aus Frankreich sowie Charleroi (+934) und Arlon (+472). Starke Verluste musste dahingegen das Arrondissement Neufchâteau hinnehmen: waren hier 2011 noch 1.225 Personen aus Frankreich beschäftigt, waren es zehn Jahre später nur noch 20. Auch Mons und Mouscron verzeichneten Verluste von mehreren hundert Einpendlern. Die prozentual starken Veränderungen in Liège, Verviers und Philippeville sind dahingegen aufgrund der geringen Fallzahlen zu vernachlässigen.

Karte der Grenzüberschreitende Einpendler in die Wallonie aus Frankreich

Grenzüberschreitende Einpendler in die Wallonie aus Frankreich nach Arbeitsort (Provinzen) am 30.06.2019 und Veränderung 2011-2019

Autor der Karte: GIS-GR / SIG-GR

Berechnungen: IBA·OIE | Quelle: IGSS