Werkstattgespräche (2005-2021)

Die Werkstattgespräche der IBA·OIE

Ankündigungen & Rückblicke seit 2005


Nach Covid-19: Welcher Arbeitsmarkt für die Großregion?

IBA·OIE Werkstattgespräch am 16. November 2021 - erstmalig in digitaler Form

Die IBA·OIE, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert, wird ihr nächstes Werkstattgespräch unter französischer Präsidentschaft am 16. November 2021 in digitaler Formorganisieren.

Das Ziel dieses Werkstattgespräch ist es, Experten zusammenzubringen, die die Auswirkungen der Gesundheitskrise auf den Arbeitsmarkt der Großregion, aber auch auf die Zukunft der Arbeit vorstellen und diskutieren.

Laut der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) hat die Pandemie einen beispiellosen Umbruch verursacht, der bei Ausbleiben konzertierter politischer Maßnahmen die Sozial- und Beschäftigungslandschaft für die kommenden Jahre prägen wird. In der Tat wurden sofort nach Beginn der Pandemie auf unseren Arbeitsmärkten Maßnahmen ergriffen, um die Krise zu bewältigen, Arbeitsplätze zu erhalten und die Einkommen von Arbeitnehmern zu schützen, die in den am stärksten betroffenen Sektoren arbeiten. Während diese Maßnahmen die negativen Auswirkungen der Gesundheitskrise kurzfristig abzumildern scheinen, können die Ungleichheiten mittel- und langfristig zunehmen, sobald diese Maßnahmen aufgehoben werden.

Darüber hinaus scheint sich der bereits vor der Pandemie begonnene Wandel der Arbeitswelt in den letzten Monaten beschleunigt zu haben und bedeutet eine Vorbereitung auf die neuen Herausforderungen, die kommen werden. In diesem Zusammenhang verdient die grenzüberschreitende Arbeit, die in der Großregion einen besonderen Platz einnimmt, besondere Aufmerksamkeit, damit die Mobilität der Arbeitnehmer weiterhin eine treibende Kraft in unserer Region bleibt.

Grenzüberschreitende Arbeitsmärkte in Europa

IBA·OIE-Werkstattgespräch am 03.12.2019 im Robert-Schuman-Haus in Scy-Chazelles

Das IBA·OIE-Werkstattgespräch am 03.12.2019 im geschichtsträchtigen Robert-Schuman-Haus ist beim Fachpublikum auf viel Interesse gestoßen: Knapp 60 Teilnehmer verfolgten die vielseitigen Vorträge zum Thema „Grenzüberschreitende Arbeitsmärkte im Herzen Europas“ und diskutierten im Anschluss über Perspektiven der Arbeitsmarktbeobachtung in den europäischen Grenzregionen und Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit. 

In ihren Grußworten zur Eröffnung  betonten Prof. Dr. Heinz Bierbaum (Geschäftsführer des INFO-Institut e. V.) und Roland Theis (Staatssekretär für Europa und Bevollmächtigter für Europaangelegenheiten des Saarlandes) die Bedeutung der grenzüberschreitenden Arbeitsmärkte für ein gelebtes Europa und die Wichtigkeit verlässlicher Daten für die Entscheidungsträger in Politik und Gesellschaft. 

Zur Einführung präsentierte Nicolas Rossignol (Head of Unit for Evidence and Outreach beim Europäischen Forschungsnetzwerk für Raumentwicklung und territorialen Zusammenhalt ESPON) die Zielsetzungen und Methoden der Raumbeobachtung auf europäischer Ebene anhand einiger konkreter Beispiele. Im Anschluss präsentierten Vertreter von Raumbeobachtungseinrichtungen aus verschiedenen Grenzregionen im Herzen Europas ihre Strukturen und exemplarische Ergebnisse aus dem Bereich der Arbeitsmarktbeobachtung. Zum Auftakt stellte Marie Feunteun-Schmidt (Koordinatorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der IBA·OIE) die Interregionale Arbeitsmarktbeobachtungsstelle vor. Anhand einiger exemplarischer Indikatoren aus den Bereichen Jugendarbeitslosigkeit, Grenzgängermobilität und Demografie verdeutlichte sie die aktuellen Herausforderungen sowohl des grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes als auch der Arbeitsmarktbeobachtung in der Großregion.

Erkenntnisse aus grenzüberschreitenden Statistikprojekten der Niederlande präsentierte Johan van der Valk (Projektleiter Grenzüberschreitende Statistik bei CBS Nederland). Er stellte aktuelle Interreg-Projekte zur grenzüberschreitenden Arbeitsmarktbeobachtung sowie ein daraus hervorgegangenes Datenportal vor und diskutierte Möglichkeiten, auf dieser Grundlage eine breiter aufgestellte und dauerhaft angelegte grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der statistischen Ämter zu initiieren.

Raphael Alù (Teamleiter GIS-Anwendungen beim Statistischen Amt Basel-Stadt) zeigte auf, dass auch im grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt der Oberrheinregion die Arbeitsmarktbeobachtung nicht an nationalen Grenzen halt machen kann. Das interaktive Webportal des Projekts  EURES Arbeitsmarktmonitoring EURES-T Oberrhein bietet Zugang zu einer Vielzahl von Arbeitsmarktindikatoren.

Vervollständigt wurden die Erfahrungsberichte aus den Grenzregionen im Herzen Europas durch den Vortrag von Bertrand Kauffmann (stellvertretender Regionaldirektor INSEE Auvergne-Rhône-Alpes). Er präsentierte die Raumbeobachtung im Grenzgebiet Frankreich-Waadt-Genf und ging dabei besonders auch auf die Frage ein, wie das Beobachtungsgebiet bestmöglich definiert werden kann.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion, die von Dr. Rachid Belkacem (Universität Lothringen/UniGR-Center for Border Studies) moderiert wurde und an der neben Nicolas Rossignol, Johan Van der Valk und Bertrand Kauffmann noch Dr. Jeanne Ruffing (Koordinatorin der IBA·OIE) und Madeleine Imhof (Leiterin Statistisches Amt des Kantons Basel-Stadt) teilnahmen, wurde deutlich, dass zwischen den bereits verfügbaren harmonisierten grenzüberschreitenden Daten einerseits und der Vielfalt an Informationen, die die Nutzer in den Grenzregionen benötigen, durchaus noch eine Lücke klafft. Die unterschiedlichen Herangehensweisen der einzelnen Beobachtungsstrukturen insbesondere auf alternative Informationsquellen und neue Modellierungsansätze wurden ebenso deutlich wie das Bedürfnis nach ergänzenden Informationen und Analysen, die die verfügbaren Daten kontextualisieren und nutzerfreundlich aufbereiten. Ein verstärkter Austausch der grenzüberschreitenden Beobachtungseinrichtungen untereinander könnte dazu dienen, voneinander zu lernen und auch nationale und europäische Akteure stärker für die Bedürfnisse der Grenzregionen zu sensibilisieren.

Situation älterer Menschen auf dem Arbeitsmarkt der Großregion

IBA·OIE-Werkstattgespräch am 20.11.2016 im LISER in Luxemburg

Der demografische Wandel und seine erwarteten Auswirkungen haben das Bild älterer Arbeitnehmer/-innen in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik erheblich gewandelt. Allenthalben hört man Forderungen nach einem aktiven Altern und einer alters- und alternsgerechten Arbeitswelt. Ein genauer Blick auf die Situation in den einzelnen Teilregionen der Großregion eröffnet jedoch erhebliche Unterschiede, sowohl was die Beschäftigungsquote älterer Menschen als auch was arbeitsmarktpolitische Maßnahmen und Strategien in diesem Kontext angeht. Gerade die enge Verflechtung der Arbeitsmärkte in der Großregion erfordert aber eine grenzüberschreitende Herangehensweise.

Die IBA lud Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis ein, ihre Sichtweise und die unterschiedlichen regionalen Aspekte der Situation der älteren Arbeitnehmer darzustellen. In den Eröffnungsreden von Dr. Aline Müller (Generaldirektorin des LISER) und Prof. Dr. Heinz Bierbaum (Geschäftsführer des INFO-Institut e.V.) betonten beide die Wichtigkeit und Aktualität der Thematik, gerade im Hinblick auf die Potentiale in der Großregion und die aktuellen politischen Diskussionen zum Thema Arbeitszeit.

Zum Auftakt präsentierte Alexandre Parment (GIP LORPM und IBA-Netzwerkmitglied) aktuelle statistische Indikatoren, um die Lage des Arbeitsmarktes der Älteren in der Großregion darzustellen. Die Aussage ist eindeutig: Die Zahl der Erwerbspersonen in der Großregion nimmt weiter zu und sie werden immer älter!

„Die politische Gestaltung des Übergangs in die Rente – Europäische Einflüsse und regionale Aneignung“ war der Titel des Referats von Bernard Conter, wissenschaftlicher Mitarbeiter IWEPS (Institut Wallon de l’Evaluation, de la Prospective et de la Statistique). Er erläuterte die arbeitspolitischen Maßnahmen in Belgien und in der Wallonie, den Anpassungsdruck europäischer Vorgaben und thematisierte den politischen Paradigmenwechsel, der die Thematik aktuell allerorts begleitet.

Den Bezug zur Praxis stellte Christian Herson, Präsident des Relais Amical Malakoff-Médéric Moselle et Rhin und ehemaliger Direktor von ARACT Lorraine, mit seinem Beitrag „Länger arbeiten im Alter – unbedingte Notwendigkeit und große Herausforderung“ her. Angereichert mit Erfahrungsberichten und Praxisbeispielen zeichnete er ein anschauliches Bild der aktuellen Lage älterer Arbeitnehmer, ohne den Blick auf die Unternehmen sowie die politischen Akteure zu vergessen.

Ein konkretes Beispiel, wie angebotene Unterstützungsmaßnahmen in der Praxis eingesetzt werden können, lieferte Ursula Kilburg, geschäftsführende Gesellschafterin des saarländischen Unternehmens Metallguss Luck. Sie stellte sehr anschaulich ihr erfolgreiches Konzept zur altersgerechten Beschäftigung in ihrem Unternehmen dar.

In der anschließenden Diskussionsrunde wurde besonders der praxisnahe Bezug der Vorträge gewürdigt. Die bevorstehenden Veränderungen der Arbeitswelt im Zuge der Digitalisierung wurden angesprochen, besonders im Hinblick auf Weiterbildungsmöglichkeiten gerade für ältere Arbeitnehmer. Darüber hinaus kamen die sozialpolitischen Aspekte zur Sprache, insbesondere die prekäre Situation viele älterer Arbeitnehmer, die es in der aktuellen arbeitsmarktpolitischen Debatte nicht zu unterschätzen gilt. Darüber hinaus wurde auf eine aktuelle Studie des LISER hingewiesen, die Anerkennung als die größte Motivation für ältere Arbeitnehmer identifiziert hat.

Im Schlusswort legte Dr. Franz Clément (LISER und IBA-Netzwerkmitglied) nochmals den Fokus auf die Bedeutung der Art und Weise, wie ältere Menschen in den Unternehmen und Betrieben wahrgenommen werden. Denn die Erfahrung und Arbeitskraft gerade älterer Arbeitsnehmer werden gebraucht – besonders hier in der Großregion. Beim ausklingenden Walking Lunch wurden die Gespräche des großregionalen Fachpublikums intensiv weitergeführt, was das erfolgreiche Konzept der IBA-Werkstattgespräche auch in diesem Jahr bestätigte.

Die Digitalisierung der Arbeitswelt

IBA-Werkstattgespräch im Rahmen ihres 15-jährigen Jubiläum - 7. Juni 2016 in Petite Rosselle

IBA-Jubiläum war ein voller Erfolg

In einem ganz besonderen Rahmen, in der Kohlenwaschhalle des Museums „Mine Wendel“ in Petite Rosselle, hat die Interregionale Arbeitsmarktbeobachtungsstelle der Großregion ihr 15-jähriges Jubiläum gefeiert.

Die gut 60 Teilnehmer lauschten am Vormittag den interessanten Vorträgen zum Thema „Digitalisierung der Arbeitswelt“. Jean-Claude Chalon, von der Forschungsabteilung der wallonischen Arbeitsverwaltung FOREM, berichtete über seine Arbeiten zur Zukunft verschiedener Berufsbilder. Die Veränderungen in der Arbeitswelt ordnete er ein in den größeren Zusammenhang technischer, sozialer und kultureller Veränderung.

Der zweite Sprecher, EURES-Berater Frédéric Pelletier, ist verantwortlich für die Vermittlung von Arbeitssuchenden Franzosen und Belgiern nach Luxemburg. Er teilte dem Publikum mit, wie er in seiner täglichen Arbeit web-basierte Vermittlung mit persönlichem Kontakt zu Kandidaten und Arbeitgebern kombiniert.

Um Industrie 4.0 ging es in dem Vortrag von Dr. Matthias Hoffmann von der saarländischen Beratungsstelle für sozialverträgliche Technologiegestaltung (BEST e. V.). Laut einer Befragung von Betriebsräten steckt Industrie 4.0 in den meisten saarländischen Unternehmen noch in den Kinderschuhen. Deshalb ergeben sich zum jetzigen Zeitpunkt auch für die Mitarbeiter noch Gestaltungsspielräume, die es bei der Umgestaltung ihrer Betriebe zu nutzen gilt.

Im Anschluss diskutieren die Teilnehmer in interregional gemischten Gruppen die Themen „Ausbildung“, „Arbeitsbedingungen“ und „Rolle der Politik“ im Hinblick auf die Digitalisierung der Arbeitswelt.

Anschließend hielten drei Gründungsmitgliedern der IBA im Rahmen eines festaktes eine kurze Laudatio: Jean-Paul Duprez vom wallonischen Statistik-Institut IWEPS, Prof. Dr. Heinz Bierbaum als Leiter des koordinierenden INFO-Instituts und der erste Koordinator der IBA, Dr. Lothar Kuntz, blickten zurück auf die turbulente Anfangszeit, die Tücken der INTERREG-Finanzierung und einige schöne Anekdoten der interkulturellen Arbeit.

Insgesamt waren sich alle einig, dass die IBA dank der strukturellen Finanzierung der Teilregionen, der Stabilität in der Zusammensetzung und dem großen persönlichen Einsatz vieler Beteiligter eine tragende Säule der großregionalen Zusammenarbeit geworden ist.

Das gemeinsame Abwarten eines heftigen Gewitterschauers vor der alten Industriekulisse der Mine Wendel und eine sehr interessante Führung durch das Schaubergwerk rundeten den Tag ab.

Welche Sprachen für die Großregion heute und morgen?

7. IBA-Werkstattgespräch am 21. März 2012 in Saarbrücken

Der Arbeitsmarkt darf nicht die einzige Perspektive sein, wenn man über Sprachen, Sprachkenntnisse, Sprachenlernen spricht. Fremdsprachenkenntnisse sind nicht nur wichtig als Qualifikation für die Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmern, die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, sondern sie sind sicherlich auch ein wichtiger Bestandteil bei der Persönlichkeitsentwicklung, indem sie helfen, andere Kulturkreise zu verstehen, den Horizont zu erweitern, einen Schlüssel zur Teilhabe an einer globalisierten Welt, an Europa und natürlich auch an der Großregion darstellen, und sie sind nicht zuletzt auch ein bedeutender Faktor für die Integration von Migranten, insbesondere, wenn die Fremdsprache die Sprache des Aufnahmelandes ist.

Zwei Aspekte sind für die Arbeitsmarktbeobachtungsstelle besonders interessant: einmal der Aspekt der Anforderungen an die Fremdsprachenkenntnisse von Mitarbeitern in Unternehmen oder bei anderen Arbeitgebern im eigenen Land, zum anderen natürlich die Wichtigkeit von Fremdsprachenkenntnissen im Hinblick auf den Zugang zu einem anderen Arbeitsmarkt jenseits der Grenze. Die Veranstaltung soll dazu dienen, die Fragen aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten: regionalen Perspektiven, aber auch von der Interessenslage und dem Aufgabenbereich her unterschiedlichen Perspektiven.

Dokumentation des 7. IBA·OIE-Werkstattgesprächs:

Abstimmung von Arbeitskräfteangebot und Arbeitskräftenachfrage auf dem Arbeitsmarkt der Großregion

Zwei weitere IBA-Werkstattgespräche im Rahmen des Projektes OPTI-MATCH

Werkstattgespräch der Interregionalen Arbeitsmarktbeobachtungsstelle im Rahmen des Projekts „OPTI-MATCH“ am 17. Juni 2010 in Saarbrücken:

Abstimmung von Arbeitskräfteangebot und Arbeitskräftenachfrage auf dem Arbeitsmarkt der Großregion: Zur aktuellen Situation der grenzüberschreitenden Arbeitsvermittlung in der Großregion - Erste ausgewählte Ergebnisse einer Befragung von Akteuren der öffentlichen und privaten Arbeitsvermittlung in der Großregion

Werkstattgespräch der Interregionalen Arbeitsmarktbeobachtungsstelle im Rahmen des Projekts „OPTI-MATCH“ am 15. Dezember 2010 in Saarbrücken:

Abstimmung von Arbeitskräfteangebot und Arbeitskräftenachfrage auf dem Arbeitsmarkt der Großregion: Herausforderungen der Arbeitsvermittlung in grenzüberschreitender Perspektive

 

Grenzräume als regionale Pole dynamischer Entwicklung im interregionalen Standortwettbewerb + Die Rolle der öffentlichen Arbeitsvermittlung in den Teilregionen

Zwei Werkstattgespräche im Rahmen des Projektes OPTI-MATCH

Werkstattgespräch der Interregionalen Arbeitsmarktbeobachtungsstelle im Rahmen des Projekts „OPTI-MATCH“ am 21. Januar 2009 in Luxemburg:

Zukunftsfähigkeit gestalten: Grenzräume als regionale Pole dynamischer Entwicklung im interregionalen Standortwettbewerb - Die Großregion SaarLorLux-Rheinland-Pfalz-Wallonien auf dem Weg zu einer europäischen Metropolregion?

Werkstattgespräch der Interregionalen Arbeitsmarktbeobachtungsstelle im Rahmen des Projekts „OPTI-MATCH“ am 16. Dezember 2009 in Saarbrücken:

Abstimmung von Arbeitskräfteangebot und Arbeitskräftenachfrage auf dem Arbeitsmarkt der Großregion: Die Rolle der öffentlichen Arbeitsvermittlung in den Teilregionen der Großregion - Ausgewählte Strukturen und Prozesse

 

Demografische Entwicklung – Herausforderungen und Chancen für den Arbeitsmarkt in der Großregion

2. Werkstattgespräch der Interregionalen Arbeitsmarktbeobachtungsstelle am 19. Januar 2006 in Luxemburg

Bis zum Jahr 2020 wird die Bevölkerung in der Großregion um rund 1 Prozent zurückgehen, gleichzeitig aber wird die Bevölkerung infolge der gestiegenen Lebenserwartung älter.

Bevölkerungsrückgang und die Verschiebung der Altersstrukturen stellen nicht nur die bestehenden Sozialsysteme auf den Prüfstand, vor allem vollzieht sich ein tief greifender Wandel von Beschäftigung und Arbeitswelt.

Vor diesem Hintergrund diskutierten Gäste und Referenten die Auswirkungen des demographischen Wandels auf den Arbeitsmarkt in der Großregion im Rahmen des zweiten Werkstattgesprächs der Interregionalen Arbeitsmarktbeobachtungsstelle (IBA)  am 19. Januar 2006 in Luxemburg.

Die Großregion wächst zusammen. Ihre Bewohner kaufen in den Nachbarregionen ein, sie nutzen das Freizeit- und Immobilienangebot und arbeiten jenseits der Grenze. Sind wir auf dem Weg in eine integrierte Arbeits- und Lebenswelt?

Diese Frage diskutierten die Referenten und Gäste des Werkstattgesprächs der Interregionalen Arbeitsmarktbeobachtungsstelle (IBA) am 17. Februar 2005 im saarländischen Ministerium für Wirtschaft und Arbeit. Im Mittelpunkt standen die 160.000 Arbeitnehmer in der Großregion, die eine nationale Grenze überwinden, um an ihren Arbeitsplatz zu gelangen.

Das Thema „Grenzgänger“ bildet den Auftakt einer Serie von Interreg III-Projekten RRM e-BIRD, in deren Rahmen das Werkstattgespräch stattfand. Neue Perspektiven und Aspekte des Grenzgängerwesens wurden im Gespräch mit Fachleuten vertieft.