Newsletter April 2026
Seit 2022 ist die NEET-Quote in der Großregion leicht gestiegen
Im Jahr 2024 lag die NEET-Quote in der Großregion bei 12,4 %. Damit lag sie um etwas mehr als 1 Prozentpunkt über dem Niveau der EU-27. Der interregionale Vergleich zeigt, dass Rheinland-Pfalz mit 9,2 % den niedrigsten Wert aufweist. Im Gegensatz dazu befand sich in der Wallonie (13,1 %) mehr als jeder zehnte Jugendliche in einer NEET-Situation, während in Lothringen die Quote mit 17,6% fast jedem sechsten Jugendlichen entsprach.
Im Jahr 2024 lag der Anteil der NEET-Jugendlichen in allen Teilregionen über den jeweiligen nationalen Durchschnittswerten. Darüber hinaus zeigt die geschlechtsspezifische Betrachtung für 2024, dass sich ein höherer Prozentsatz von Frauen als von Männern in einer NEET-Situation befand – mit Ausnahme von der Wallonie. Dieser Unterschied war in Lothringen mit einer Differenz von 5,2 Prozentpunkten besonders ausgeprägt. Umgekehrt ist dieser Unterschied in Luxemburg am geringsten (0,5 Prozentpunkte).
Eine Entwicklung der Zahl der NEET-Jugendlichen seit 2014
Zwischen 2014 und 2024 ist die NEET-Quote in der Großregion um 0,5 Prozentpunkte zurückgegangen. Hinter dieser scheinbaren Stagnation verbergen sich jedoch erhebliche Schwankungen im Laufe dieses Zeitraums. So kehrt sich die Situation nach einer Phase des Rückgangs der NEET-Quote seit 2014 ab 2022 um. In diesem Jahr erreicht die NEET-Quote in der Großregion ihren tiefsten Stand (10,7 %) seit dem Jahr 2000 und steigt anschließend wieder an. Diese jüngste Entwicklung ist in allen Teilregionen zu beobachten, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. So verzeichnen das Saarland und Luxemburg zwischen 2023 und 2024 einen Anstieg um 2,3 bzw. 2,5 Prozentpunkte. In der Wallonie beträgt der Anstieg der NEET-Quote 0,7 Prozentpunkte und in Rheinland-Pfalz nur 0,3 Prozentpunkte. In Lothringen ist die Lage besorgniserregender, da die NEET-Quote dort um 4,1 Prozentpunkte gestiegen ist und 2024 17,6 % erreicht.
Das Konzept der NEET-Quote (Not in Employment, Education or Training) gibt Aufschluss über den Anteil der Jugendlichen, die weder in Beschäftigung stehen noch eine Schule besuchen oder eine Berufsausbildung absolvieren. Dieser Indikator ermöglicht es, die Probleme der Vergleichbarkeit innerhalb der Großregion, die die Jugendarbeitslosenquote mit sich bringt, teilweise zu umgehen und vermittelt ein realitätsnäheres Bild der Situation junger Menschen.
Im Rahmen der europäischen Säule sozialer Rechte wurde für diesen Indikator ein Ziel festgelegt: Die EU soll bis 2030 eine NEET-Quote (im Alter von 15 bis 29 Jahren) von 9 % erreichen. Angesichts der großregionalen Quote von 12,4 % im Jahr 2024 besteht somit noch eine Lücke von mehr als 3 Prozentpunkten zum festgelegten Ziel.
Weitere Informationen zu diesem Thema – insbesondere zu den verschiedenen Profilen der NEETs sowie zu den Faktoren, die zu dieser Situation führen können – finden Sie im Schwerpunktthema des WSAGR-Berichts der Großregion.


