Newsletter August 2025
Anstieg der Erwerbsquote der Großregion im Jahr 2024 auf 74,1 % - Höchststand
Im Jahr 2024 ist die Erwerbsquote in der Großregion im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen und hat den höchsten Stand seit Beginn unserer Beobachtungen im Jahr 1999 erreicht.
Laut der Arbeitskräfteerhebung von Eurostat erreichte die Erwerbsquote in der Großregion mit 74,1 % im gesamten verfügbaren Beobachtungszeitraum, d. h. seit 1999, einen neuen Rekord. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Erwerbsquote um fast 1 Prozentpunkt (Pp.); über einen Zeitraum von 10 Jahren ist ein Anstieg um 3 Pp. zu beobachten.
Zwischen den Teilregionen sind große Unterschiede bei den Erwerbsquoten zu beobachten. So verzeichnete Rheinland-Pfalz 2024 mit 80,9 % die höchste Quote. Es folgen die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens und das Saarland (mit 77,0 % bzw. 76,9 %). Luxemburg, Lothringen und Wallonien schließen mit Werten unter 75 % das Spektrum ab.
Die beobachteten Unterschiede betreffen die Altersgruppe der 15- bis 64-Jährigen, aber wenn man die Erwerbsquoten der mittleren Altersgruppen, d. h. der 25- bis 54-Jährigen, betrachtet, verringern sich die Unterschiede zwischen den Teilregionen erheblich. Die größten Unterschiede zwischen den Teilregionen bestehen also vor allem bei den jungen Menschen (unter 25 Jahren) und den Erwerbstätigen ab 55 Jahren.
Auch 2024 sind noch erhebliche Unterschiede zwischen den Erwerbsquoten von Männern und Frauen auf Ebene der Großregion zu beobachten (7,4 Prozentpunkte), doch diese Unterschiede haben in der Großregion in der Vergangenheit verringert (-3,2 Prozentpunkte seit 2024). Die positive Entwicklung wird im Wesentlichen durch die Entwicklung der Erwerbsquote der Frauen getragen, die seit 10 Jahren höher ist als die der Männer (in der Großregion zwischen 2014 und 2024: +4,6 Punkte für Frauen gegenüber 1,4 Punkten für Männer).
Angesichts des bestehenden Arbeitskräftemangels, der sich durch den demografischen Wandel weiter verschärfen wird, ist die steigende Erwerbsbeteiligung von Frauen ein wichtiger Faktor zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes. Dabei soll nicht unerwähnt bleiben, dass Frauen in der Großregion nach wie vor überwiegend in Teilzeit beschäftigt sind.